Gefahrgutübung mit der Berufsfeuerwehr

Heute trafen wir uns auf der Wache Süd zu einer Übung mit den Kollegen der Wachschicht B. Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es dann auch los. Das Szenario beinhaltete einen verunglückten LKW, bei dessen Ladearbeiten ein Fass Dimethylsulfat leckgeschlagen war. Dieser Stoff ist ätzend, giftig und karzinogen (krebserregend).

Den ersteintreffenden Einheiten der Berufsfeuerwehr kam ein aufgeregter Mann entgegengelaufen, der von seinem Kollegen berichtete, welcher die Ladearbeiten durchgeführt habe. Er solle sich noch vor Ort aufhalten. Daraufhin wurde der Angriffstrupp unter Form 2 zur Menschenrettung entsendet. Nachdem die Person gerettet war wurde der gleiche Trupp nochmals zur Erkundung geschickt. Zu diesem Zeitpunkt trafen unsere Kräfte mit dem Dekon-P ein. Nachdem durch die Erkundung bekannt war um welchen Stoff es sich handelte, bekamen wir vom GW-Mess das Sicherheitsdatenblatt und entschieden uns für eine Nassdekontamination mit Wasser und Seife. In binnen von 15 Minuten war die Dekonstelle voll einsatzbereit und es konnte bereits der erste Trupp durchgeschleust werden. Ein zweiter Trupp sicherte derweil das leckgeschlagene Fass in einem Überfass. Der Trupp wurde zuerst grob in einer Wanne, sowie in der Dekondusche gründlich gereinigt und abschließend entkleidet. Nach Beendigung der Arbeit wurde auch der 2. Trupp durch die Dekonstelle geschleust.

Insgesamt kann man sagen, dass die Zusammenarbeit reibungslos lief und somit die Einsatzabläufe sehr gut geübt werden konnten.