Gefahrstoffübung am Rangierbahnhof

"Tropfender Kesselwagen",

so lautete das Alarmstichwort und war damit der Auftakt zu einer Gefahrstoffübung der etwas anderen Art. Am Rangierbahnhof eingetroffen kam uns ein Mitarbeiter entgegengelaufen. Er berichtete dem Zugführer von einem tropfenden Kesselwagen, der direkt um die Ecke stehen sollte. Ausserdem sagte er, dass niemand sonst aktuell hier wäre und sich somit niemand in akuter Gefahr befinden würde. Um diese Aussage zu prüfen wurde der Angriffstrupp des LF10 unter schwerem Atemschutz auf Erkundung geschickt. Mit einer Mulde ausgestattet sollten sie auch zeitgleich die tropfende Flüssigkeit auffangen, sofern dies die Zustände erlauben würden. Währenddessen wurde die Einsatzstelle abgesperrt, ein zweifacher Brandschutz aus Pulver und Schaum, sowie eine Dekonstelle errichtet. Anschließend machte sich ein zweiter Trupp unter Chemikalienschutzanzug Form2 bereit. Dieser bekam den Befehl eine größere Auffangwanne zu positionieren und die Leckage zu bekämpfen. Dies gelang dem Trupp durch einfaches Schließen des Ventils. Danach wurden beide Trupps durch die Dekonstelle geschleust und entkleidet.

Die Übung verlief trotz einiger Übungskünstlichkeiten sehr reibungslos. Die Leckage war schnell gefunden und konnte zügig verschlossen werden. Hauptaugenmerk lag bei der Übung auch nicht auf dem gesamten Einsatzablauf, sondern auf der Bedienung und den Sicherheitseinrichtungen eines Kesselwagens. Zu diesem Zweck wurde der Kesselwagen abschließend einmal gemeinsam begangen. Dabei wurden uns verschiedene Absperrvorrichtungen, Sicherheitsmechanismen und auch allerhand allgemeine Fragen erleutert bzw. beantwortet.