Kameraden auf der MÜB

In den vergangenen beiden Tagen besuchten einige unserer Kameraden die mobile Übungsanlage Binnengewässen, kurz MÜB, welche aktuell im Mannheimer Hafen liegt. Dort trainierten Sie verschiedene Ausbildungsblöcke. Von dem Betreten eines Schiffs mit voller Ausrüstung über die Leckabwehr bis hin zu den verschiedenen Löschtechniken bei der Schiffsbrandbekämpfung; jeder konnte etwas dazulernen.

Der erste Tag begann früh morgens mit einer Führung über das Schiff. Danach wurde sich in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe trainierte den Feuerwehreinsatz von Land aus. Dabei standen vor allem die Rumpfkühlung mittels Hydroschildes und der sichere Verletztentransport vom Schiff an Land im Fokus. Die zweite Gruppe übte währenddessen den Innenangriff in der schiffseigenen Brandsimulationsanlage. Besonderes fordernd waren hierbei  die viel engeren Gegebenheiten, der gut wärmeleitende Stahl welcher einen umgibt, sowie die Unterschiede zwischen einer normalen Türöffnung und der Öffnung eines Schotts, welches den Brandraum noch besser versiegelt und somit eine noch größere Gefahr für uns Feuerwehrleute darstellt. Nach dem Mittagessen wurden die Gruppen getauscht. Den Tag schloss ein gemeinsamer Gang durch die schiffseigene Atemschutzstrecke ab. Diese unterscheidet sich von den herkömmlichen Übungstrecken, da diese enger und mit verschiedenen Untergründen (Kies, Steinen, Reifen)
ausgestattet war.

Am zweiten Tag wurden die Gruppen beibehalten. Während Gruppe 1 die Leckabwehr in einer Simulationsanlage trainierte, probierte sich Gruppe 2 an dem richtigen Betreten eines Schiffs über verschiedene Zugangsmöglichkeiten. Bei der Leckabwehr galt es verschiedene Risstypen mithilfe von Hölzern o.ä. gegen Wassereintritt abzudichten. Beim richtigen Betreten eines Schiffs waren die Zugangsmöglichkeiten das Problem für die mit Atemschutz ausgrüsteten Kameraden. Es galt von einem kleinen Mehrzweckboot aus die Bugwand hochzuklettern. Mit einer Aluleiter war dies sehr einfach. Kräftezehrend dagegen war das besteigen mithilfe eines Kletternetzes oder einer Strickleiter. Auch nach dieser Übung wechselten die Gruppen. Am Ende von Tag 2 wurde gemeinsam ein kompletter Einsatz geprobt. Eine Gruppe kümmerte sich um die Rumpfkühlung und den Verletztentransport von Land aus, eine andere um den Innenangriff und die Menschenrettung.

Abschließend gilt unser Dank den Betreibern der MÜB und den Ausbildern. Danke für die gute Betreuung und die lehrreichen zwei Tage.