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Gefahrgutübung im Neckarauer Hochbunker

Heute führten wir eine Gefahrstoffübung im Neckarauer Hochbunker durch. Das Szenario: Eine Frau rief bei der Polizei an und erzählte von ominösen Gestalten, die einige Kanister in den Bunker getragen hätten. Bei der Kontrolle der Räumlichkeiten durch die Polizei wurde vermutlich ein Drogenlabor aufgefunden. Daher wurden wir alarmiert um die Gefahrenlage zu bewerten, sowie Proben der Chemikalien zu nehmen.

Während die Dekon-P - Besatzung bereits eine Dekontaminationsstelle aufbaute, rüstete sich ein Trupp mit Chemikalienschutzanzug Form 2, sowie schwerem Atemschutz aus. Dieser wurde mit unseren Messgeräten IMS, PID, iBRID und FH40G ausgestattet. Diese Messgeräte analysieren die Bestandteile der Luft und warnen bei Gefahr. Das FH40G misst die Strahlung und warnt so vor möglichen radioaktiven Gefahren. Der Auftrag des Trupps war es die Lage zu erkunden, das Labor nochmals ausfindig zu machen, eine Lageskizze aufzuzeichnen, fotografisch Beweismittel festzuhalten und die Umgebungsatmosphäre zu kontrollieren. Die Lage stellte sich wie folgt da: In einer versteckten Ecke des Bunkers war eine Drogenküche eingerichtet worden, in der mehrere Kanister und Kleingebinde lagen. Ebenso wurde ein Kanister tropfend, sowie 2 weiße Pulver vorgefunden. Nachdem alle Informationen per Funk nach draussen gegeben wurden, zog man sich wieder zurück. Nach diesen Informationen wurde die Schutzkleidung des Probenahmetrupps, sowie die Probenahmeverfahren für die verschiedenen Substanzen ausgewählt. Nach der Probenahme wurde der Trupp durch die Dekonstelle geschleust.

Der Innenangriff mit Steigrohr

Bei der heutigen Übung drehte sich alles um den Innenangriff. Besonders im Fokus lagen die Verwendung einer vorinstallierten Steigleitung und das Absuchen von Räumen mittels Wärmebildkamera. An zwei Stationen wurden diese Themen behandelt.

An Station 1 galt es in einem dunklen, erwärmten Raum eine Person, sowie verschiedene andere Objekte zu finden. So gab es beispielsweise auch eine Gasflasche zu bergen, oder den Füllstand von versteckten Kanistern per Funk durchzugeben. All diese Aufgaben konnten mittels Wärmebildkamera sehr gut gelöst werden.

An Station 2 wurde eine Einsatzübung durchgespielt. Laut Szenario musste ein Zimmerbrand im zweiten Obergeschoss eines mehrstöckigen Wohnhauses gelöscht werden. Nachdem man das Treppenhaus erkundet hatte, wurde ein Trupp unter Atemschutz in den zweiten Stock geschickt. Hierbei konnte eine Steigleitung verwendet werden. Ein zweiter Trupp wurde zur Kontrolle des Treppenhauses geschickt. Ein dritter Trupp stellte eine Steckleiter um so einen zweiten Rettungsweg zu schaffen. Ebenfalls wurde ein Lüfter in Stellung gebracht, um die Sicht zu verbessern.

Nachbarschaftshilfe Stollenwörthweiher

Gestern erreichte unseren Kommandanten ein telefonischer Hilferuf vom Schwimmverein Mannheim eV. Dessen Schwimmsteg am Stollenwörthweiher war aufgrund des niedrigen Wasserstandes auf Grund gelaufen. Dies könnte nun den Steg verziehen und diesem somit Schaden zufügen. Wir erklärten uns selbstverständlich bereit am nächsten Tag zu helfen.

So fuhren einige freiwillige Helfer heute morgen um 10 Uhr mit dem LF20 KatS zum Stollen. Plan war es, mithilfe von Wasserdruck die Schwimmkörper des Stegs zu unterspülen und somit den Grund an der Stelle des Stegs zu vertiefen. Zu diesem Zweck wurde die Tragkraftspritze in Stellung gebracht und zwei Helfer gingen mit Wathosen, sowie jeweils einem Rohr vor. Andere Unterstützten die Tätigkeit mit Schaufeln. Nach drei Stunden konnte der Grund unter den Schwimmkörpern  ca. 40 - 50 cm vertieft werden - genug um die hoffentlich nur noch kurze Niedrigwasserphase zu überstehen.

Gefahrgutübung mit der Berufsfeuerwehr

Heute trafen wir uns auf der Wache Süd zu einer Übung mit den Kollegen der Wachschicht B. Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es dann auch los. Das Szenario beinhaltete einen verunglückten LKW, bei dessen Ladearbeiten ein Fass Dimethylsulfat leckgeschlagen war. Dieser Stoff ist ätzend, giftig und karzinogen (krebserregend).

Den ersteintreffenden Einheiten der Berufsfeuerwehr kam ein aufgeregter Mann entgegengelaufen, der von seinem Kollegen berichtete, welcher die Ladearbeiten durchgeführt habe. Er solle sich noch vor Ort aufhalten. Daraufhin wurde der Angriffstrupp unter Form 2 zur Menschenrettung entsendet. Nachdem die Person gerettet war wurde der gleiche Trupp nochmals zur Erkundung geschickt. Zu diesem Zeitpunkt trafen unsere Kräfte mit dem Dekon-P ein. Nachdem durch die Erkundung bekannt war um welchen Stoff es sich handelte, bekamen wir vom GW-Mess das Sicherheitsdatenblatt und entschieden uns für eine Nassdekontamination mit Wasser und Seife. In binnen von 15 Minuten war die Dekonstelle voll einsatzbereit und es konnte bereits der erste Trupp durchgeschleust werden. Ein zweiter Trupp sicherte derweil das leckgeschlagene Fass in einem Überfass. Der Trupp wurde zuerst grob in einer Wanne, sowie in der Dekondusche gründlich gereinigt und abschließend entkleidet. Nach Beendigung der Arbeit wurde auch der 2. Trupp durch die Dekonstelle geschleust.

Insgesamt kann man sagen, dass die Zusammenarbeit reibungslos lief und somit die Einsatzabläufe sehr gut geübt werden konnten.

Gefahrstoffübung am Rangierbahnhof

"Tropfender Kesselwagen",

so lautete das Alarmstichwort und war damit der Auftakt zu einer Gefahrstoffübung der etwas anderen Art. Am Rangierbahnhof eingetroffen kam uns ein Mitarbeiter entgegengelaufen. Er berichtete dem Zugführer von einem tropfenden Kesselwagen, der direkt um die Ecke stehen sollte. Ausserdem sagte er, dass niemand sonst aktuell hier wäre und sich somit niemand in akuter Gefahr befinden würde. Um diese Aussage zu prüfen wurde der Angriffstrupp des LF10 unter schwerem Atemschutz auf Erkundung geschickt. Mit einer Mulde ausgestattet sollten sie auch zeitgleich die tropfende Flüssigkeit auffangen, sofern dies die Zustände erlauben würden. Währenddessen wurde die Einsatzstelle abgesperrt, ein zweifacher Brandschutz aus Pulver und Schaum, sowie eine Dekonstelle errichtet. Anschließend machte sich ein zweiter Trupp unter Chemikalienschutzanzug Form2 bereit. Dieser bekam den Befehl eine größere Auffangwanne zu positionieren und die Leckage zu bekämpfen. Dies gelang dem Trupp durch einfaches Schließen des Ventils. Danach wurden beide Trupps durch die Dekonstelle geschleust und entkleidet.

Die Übung verlief trotz einiger Übungskünstlichkeiten sehr reibungslos. Die Leckage war schnell gefunden und konnte zügig verschlossen werden. Hauptaugenmerk lag bei der Übung auch nicht auf dem gesamten Einsatzablauf, sondern auf der Bedienung und den Sicherheitseinrichtungen eines Kesselwagens. Zu diesem Zweck wurde der Kesselwagen abschließend einmal gemeinsam begangen. Dabei wurden uns verschiedene Absperrvorrichtungen, Sicherheitsmechanismen und auch allerhand allgemeine Fragen erleutert bzw. beantwortet.

Mit grünem Daumen im Einsatz

Vergangenen Freitag rückten wir zu einem speziellen Einsatz aus. Um das schöne Grün Mannheims zu erhalten, bat das Grünflächenamt die Feuerwehr um Unterstützung. Selbstverständlich besetzten wir unsere Fahrzeuge, um die Pflanzen in unserer Heimatstadt mit Wasser zu versorgen. 73 Jungbäume und Flachwurzler am Vogelstangsee und an der Siebenbürger Straße galt es von uns zu bewässern.

Wir hoffen, dass sich die Hitze bald legt, aber wir sind jederzeit bereit für den nächsten grünen Einsatz.

Mit grünem Daumen im Einsatz

3. Platz bei der 17. Ortsmeisterschaft des SSV Neckarau

Auch dieses Jahr haben wir wieder an der, vom SSV Neckarau ausgerichteten, Ortsmeisterschaft teilgenommen. Mit insgesamt drei Teams traten wir in der Disziplin "1.40 KK-Sportgewehr" gegen zahlreiche andere Vereine an. Unserer 2. Mannschaft gelang der Weg auf's Treppchen und sie bescherte uns einen souveränen 3. Platz. Ausserdem erlangten unsere Kameradinnen und Kameraden Andre Kudla, Maren Schwerdtner, Martin Hofmann und Sven Knauff einen 2. Platz, bzw. 6. Platz, bzw. 9.Platz, bzw. 10. Platz in der Einzelwertung.

Abschließend gilt ein Dank dem SSV Neckarau ausgesprochen. Wir hatten wieder sehr viel Spaß und freuen uns auf nächstes Jahr!

Brand einer Industrieanlage

Zu einem bereits gut bekannten Einsatzort und seinem charakteristischen Geruch rückte gestern kurz vor 19 Uhr unser LF20Kats aus. Mit insgesamt ca. 100 Einsatzkräften war die Feuerwehr vor Ort, um den Brand in einer Kakao-Mühle, als auch alle daraus entstandenen Glutnester zu löschen und das Gebäude abzusuchen. Zwei Mitarbeiter der Firma wurden leicht verletzt, konnten aber vor Ort behandelt werden. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Berufsfeuerwehr und den verschiedenen Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr konnte das Feuer schnell gelöscht und das Brandgut aus der Trommel sowie den Rohrleitungen entfernt werden. Bis wir gegen 24 Uhr mit sauberer Kleidung und neuen Atemschutzgeräten wieder auf der Wache waren, wurde auch unser LF 10 mit einer Gruppe besetzt und stellte den Stadtschutz während des Einsatzes sicher.

Ein großes Dankeschön gilt dem Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Landesverband Baden Württemberg, dessen Mannheimer Kräfte uns vor Ort verpflegt haben, wie auch dem Fundament Restaurant, in dem zwei unserer Kameraden auch zu später Stunde noch mit leckerem Essen versorgt wurden!

Nachtrag Unwettereinsätze

Was hielten uns die Unwetter die letzten zwei Wochen auf trab. Nach unserem 14 Stunden Einsatz am 01.06.18 wurden wir darauf noch 3 mal zum Unwettereinsatz alarmiert. In 28 Stunden reiner Unwetter-Einsatzzeit wurden allein von uns 40 Einsätze abgearbeitet. Das macht insgesamt über 500 Stunden ehrenamtliche Arbeit für die Bürger Mannheims in den letzten zwei Wochen. Die vier Einsätze die nichts mit den Unwettern zu tun hatten, sind hierbei nicht erfasst.

Zusammenfassend hoffen wir, dass sich das Wetter nun beruhigt hat. Sollte jedoch das Gegenteil eintreten können Sie sich sicher sein, dass wir noch voll motiviert sind!

14 Stunden Unwettereinsatz

Beim gemeldeten Unwetter heute, blieb Mannheim leider nicht verschont. Um 01:57 Uhr wurden wir unsanft aus dem Schlaf gerissen. Aufgrund der 254 Einsatzstellen im Stadtgebiet Mannheim, sollten wir mit unseren beiden Löschfahrzeugen noch bis 16 Uhr im Einsatz bleiben.

Insgesamt arbeiteten wir 25 Einsatzstellen ab, wobei wir in neun Fällen nicht tätig werden mussten. Hauptsächlich galt es überflutete Keller auszupumpen. Auch eine Tiefgarage war dabei. Besonders schlimm traf es die Stadtteile Käfertal, Seckenheim und Friedrichsfeld, in denen wir größtenteils im Einsatz waren.

Unser Dank gilt den freundlichen Anwohnern, die uns während des Dauereinsatzes immer wieder Getränke und Snacks angeboten hatten.