Objektübung

Bevor unser altes Gerätehaus auf dem Morchhof nun letztlich abgerissen wird, nutzten wir heute die Chance eine Objektübung in unserer ehemaligen Unterkunft abzuhalten. So hielt für diesen Abend ein Studentenwohnheim Einzug. Die Lage war brisant: Einem Studenten war beim Rauchen die Wasserpfeife umgefallen und so waren die glühenden Kohlen auf sein Sofa gefallen, welches sich sofort entzündete. Bis er den Feuerlöscher auf dem Gang geholt hatte, stand bereits die gesamte Couch in Vollbrand. Da er noch nie den Umgang mit einem Feuerlöscher geübt hatte, waren seine Löschversuche auch nicht von großem Erfolg gekrönt, sodass er sich an ein Fenster retten musste.

Bei Eintreffen bot sich unseren Führungskräften zunächst ein chaotisches Bild. Studenten die sich aus dem verrauchten Treppenraum flüchteten und eine Person, die schreiend am Fenster mit den Armen fuchtelte. Schnell stand fest, dass noch weitere Personen vermisst wurden. Während einer umfassenden Nachalarmierung weiterer Kräfte, wurde ein massiver Innenangriff vorbereitet. Insgesamt drei Trupps zur Menschenrettung, sowie ein Trupp zur Brandbekämpfung betraten das Gebäude. Es wurde ein Patientensammelplatz eingerichtet, sowie ein Lüfter in Stellung gebracht. Ebenfalls wurde die Einsatzstelle großflächig von einem Trupp ausgeleuchtet. Nachdem mehrere Personen, darunter auch der Student am Fenster, durch Trupps sicher aus dem Haus gebracht werden konnten, wurde ein Mitglied des Brandbekämpfungstrupps durch herabstürzende Deckenteile - natürlich nur fingiert. Der sich sofort in Bewegung setzende Rettungstrupp, holte auch ihn mit nur einem gebrochenen Bein sicher aus dem Haus heraus.

Fazit: Eine tolle Übung, bei der vor allem unsere Trupps im Innenangriff auf ihre Kosten kamen. Viele Türen die es aufzubrechen und zahlreiche bewusstlose Personen die es zu retten galt, führten sie an ihre körperliche Belastungsgrenze. Eine für den Ernstfall sehr wichtige Erfahrung.