Pilotübung: Aufbau und Betrieb einer Notfallstation

Am heutigen Morgen nahmen wir an einer großen Pilotübung von vier Gebietskörperschaften in Wiesloch teil. Das Land Baden-Württemberg überarbeitete im Jahr 2015 die Rahmenempfehlung zur Planung in der Umgebung kerntechnischer Anlagen, welches ein Konzept zum Betrieb und Aufbau einer Notfallstation beinhaltet. Eine Notfallstation ist eine Einrichtung des Katastrophenschutzes für die Bevölkerung aus einem betroffenen Gebiet. An dieser können sich Bürger freiwillig auf eine Kontamination hin überprüfen lassen, sowie sich dort auch ggf. dekontaminieren. Außerdem werden ihnen dort eine medizinische Versorgung, psychologische Betreuung und auch generelle Informationen zum Umgang mit der Katastrophenlage bereitgestellt.

Im Rahmen dieser Übung betreuten wir mit Kollegen des Rettungsdienstes, sowie der Polizei die Teilstation 2. Unsere Station bestand aus zwei Portalmonitoren, welche die Personen zunächst auf Kontamination überprüften. Für die Übung mit mehr als 200 Einsatzkräften, wurden über 100 Darsteller*innen beauftragt, die teilweise mehrmals unsere Station passierten. Je nach der Höhe der Kontamination wurden die Personen anschließend in drei Kategorien eingeteilt, welche entweder direkt in die Betreuungshalle, zu einer genaueren Nachkontrolle, oder auch priorisiert zur Dekontaminierung geschickt wurden. Ebenfalls übernahmen wir an dieser Station mittels CoMo-170ZS die Nachkontrolle der zweiten Kategorie.

Zusammenfassend gilt es zu sagen, dass diese umfangreiche Übung für das erste Mal sehr gut ablief und mit dem Konzept „Notfallstation“ eine bereits praktikable Schutzmaßnahme für die Bevölkerung in Baden-Württemberg existiert. Mittels Feedbackbogens wurden sich abschließend noch kleine Verbesserungsvorschläge von den eingesetzten Einsatzkräften eingeholt.