Probenahmeübung Biologie und Chemie

Da unserer Abteilung in Mannheim die Aufgabe des Gefahrstoffzuges übertragen wurde, ist das Üben des dazugehörigen Handwerkszeugs unverzichtbar. Durch unser Mitwirken in der Analytischen Task Force, sind gerade die Ansprüche an eine sorgfältige Probenahme stark gestiegen. Schließlich gilt es gewisse Standards in der Art und der Qualität der Probenahme zu wahren, um abschließend genaue und vergleichbare Analysen im Labor durchführen zu können. Im Nachgang der "BAO Salus"-Übung, bei der wir in Mannheim das Vorgehen bei einem Bioterroranschlag behördenübergreifend trainiert haben, war es recht einfach ein geeignetes Szenario für die heutige Probenahme zu finden.

So war die Aufgabe in einem "Wohngebäude" mehrere Proben von undefinierten Stoffen zu nehmen. Fest stand nur, dass sowohl biogefährliche, als auch chemische Stoffe vorhanden waren. Dabei handelte es sich um Flüssigkeiten, Pulver und Stäube. Um die Sauberkeit der Probenahmen festzustellen, wurden den Stoffen Farbpigmente beigefügt, welche unter UV-Licht leuchten.

Bei der Probenahme selbst gibt es einen Katalog von standardisierten Probenahmeverfahren zu den drei Hauptkategorien Radioaktiv, Biologisch und Chemisch. Je nach Beschaffenheit des Stoffes wird aus diesem ein geeignetes Verfahren ausgewählt. Größere Unterschiede gibt es hierbei vor allem bei der Dekontamination der Proben und des Personals. Während eine chemische Probe meist mit Wasser einfach dekontaminiert werden kann, bedarf es bei Bio-Proben eines Desinfektionsmittels mit entsprechend langer Einwirkzeit.

Mit mehreren Trupps probten wir einige dieser Standartverfahren und die Ergebnisse lassen sich sehen. Nach der Dekontamination, waren keine Farbpigmente auf der Aussenseite der Probe, sowie unseren Kameraden, mehr nachweisbar.