Messgeräte

           zum Erkennen von Gefahren

Im CBRN-Erkkw installierte Geräte


FH40G+NBR-Sonde (Thermo Scientific)

Das FH40G ist ein professioneller Dosisleistungsmesser zur Messung von Radioaktivität. Das Gerät selbst besitzt ein Proportionalitätszählrohr und kann sowohl im Fahrzeug, angeschlossen an das Messsystem, sowie außerhalb eingesetzt werden. Die Schnittstelle erlaubt den Anschluss von Sonden, mit denen gezielt Oberflächenkontaminationen oder Neutronen nachgewiesen werden können, was in der Grundversion nicht impliziert ist. Im Fahrzeug selbst befindet sich fest verbaut eine solche Sonde, die dem Nachweis von künstlicher Strahlung dient. Diese NBR Sonde (natural background reduction) zieht vom gemessenen Spektrum den natürlichen Strahlungshintergrund ab und kann somit sehr effektiv angeben, ob eine künstliche Strahlung vorliegt oder nicht. Eine weitere Außensonde (Kontaminationsnachweis) gehört ebenfalls zur Grundausstattung des Messsystems. Die Schnittstelle zum Computer des Messsystems erlaubt auch hier eine digitale Auswertung sowie die Zuweisung von GPS-Daten zu den einzelnen Messwerten.


Photoionisationsdetektor (PID)

Der PID stellt eine Ergänzung zum Ionenmobilitätsspektrometer (IMS) dar und ist ebenfalls in das Messsystem des ABC-Erkunders eingebunden. Nachgewiesen werden damit Gase die sich durch UV-Licht (10,6eV) ionisieren lassen. Darunter fallen viele Stoffe aus dem Bereich der organischen Chemie. Fachkundige Anwender können aus den Informationen von IMS und PID bei einer Freisetzung einer unbekannten Substanz somit zumindest eine Eingrenzung der Stoffklasse, vornehmen. Das Gerät ist wie auch das IMS außerhalb des Fahrzeugs verwendbar und ist beim Vorgehen von CSA-Trägern im Chemieeinsatz ein unverzichtbares Werkzeug. Wegen seiner Größe greift man hier jedoch extra auf kleinere handgehaltene Geräte zurück.


Ionenmobilitätsspektrometer (IMS)

Das IMS gehört neben dem PID sowie dem FH40G zum Messsystem des ABC-Erkundungskraftwagens. Es ist in der Lage viele organische sowie anorganische Stoffe im ppm und sogar ppb Bereich nachzuweisen. Anhand der im Messgerät abgelegten Datenbank können wichtige Industriechemikalien (u.a. Blausäure, Chlor, Salzsäure, Ammoniak...) sowie chemische Kampfstoffe direkt als solche Identifiziert werden. Die Auswertung der Daten erfolgt wie auch beim Fh40G und dem PID digital. Neben dem Einsatz auf dem Fahrzeug kann es auch ausgebaut und außerhalb verwendet werden.


Der Computer stellt das Herzstück des Messsystems des Erkundungskraftwagens dar.

Hier fließen alle Daten von IMS, PID und der NBR Sonde des FH40G zusammen. Über die GPS-Unterstützung werden den Messwerten sowohl Position als auch Uhrzeit der Erfassung zugeordnet. Der Anwender kann bequem alle Daten im Überblick behalten und dadurch bereits geringe Abweichungen vom Normalzustand erkennen, die von möglichen Gefahren herrühren. Mit dem nötigen Hintergrundwissen lässt sich die Lage entsprechend einschätzen.

Die Bedienung erfolgt über zwei Berührungsempfindliche Bildschirme sowie einer Tastatur mit Maus. Zur Auswertung können die Daten auch an übergeordnete Institutionen versendet werden oder im Fahrzeug ausgedruckt und dem Einsatzleiter überreicht werden.


 Weitere Messgeräte


Minicont H1370-W 

Das Minicont H1370-W ist ein sogenannter Kontaminationsmonitor der zum Nachweis von Alpha-, und Betastrahlung an Geräten, Personen oder im Freigelände verwendet werden kann. Das Zählrohr ist entsprechend groß um möglichst effizient auch größere Oberflächen auf Kontamination überprüfen zu können. Zur Ausstattung gehört zudem das Zählrohrgas (Propan/Butan) mit dem das Gerät vor der Benutzung gespült wird, sowie zwei Prüfstrahler um vor dem Einsatz die Funktion zu überprüfen.

 
 
 
 


GrätzX50

Der Dosisleistungsmesser GrätzX50 ist wie auch das FH40G ein Gerät zur Messung von Radioaktivität. Es lassen sich auch hier verschiedene Außensonden anschließen, je nachdem für welchen Zweck man das Gerät einsetzt.

Von besonderem Interesse ist hierbei die Teleskopsonde, eine Erweiterung mit der man möglichst nahe an einer Strahlenquelle messen kann, die Strahlenbelastung für den Anwender dabei jedoch so gering wie möglich bleibt. Das Prinzip dahinter ist das sogenannte Abstandsgesetz welches besagt, dass sich die Dosisleistung bei einem Gammastrahler umgekehrt proportional zu seinem Abstand im Quadrat verhält. Bei der Konstruktion dieser Sonde hat man sich dieses Prinzip zu Nutze gemacht.


Meteorologiebox

Bei einer Freisetzung einer gefährlichen Substanz in der Atmosphäre ist die Ausbreitung und damit die Dynamik der "Wolke" eine wichtige Information für die Feuerwehr. Bei der Probenahme werden daher grundsätzlich Umgebungsdaten erfasst, um die Ergebnisse bei der Auswertung möglichst gut interpretieren zu können. Dazu ist der Erkundungs-kraftwagen mit einem Minimum an Hilfsmitteln zur Meteorologie ausgerüstet. Es lassen sich damit u.a. Windrichtung sowie Windgeschwindigkeit, Temperatur und Luftfeuchte bestimmen.Bei einer Freisetzung einer gefährlichen Substanz in der Atmosphäre ist die Ausbreitung und damit die Dynamik der "Wolke" eine wichtige Information für die Feuerwehr. Bei der Probenahme werden daher grundsätzlich Umgebungsdaten erfasst, um die Ergebnisse bei der Auswertung möglichst gut interpretieren zu können. Dazu ist der Erkundungs-kraftwagen mit einem Minimum an Hilfsmitteln zur Meteorologie ausgerüstet. Es lassen sich damit u.a. Windrichtung sowie Windgeschwindigkeit, Temperatur und Luftfeuchte bestimmen.